Klangyoga mit Gongs und Klangschalen

Frau im Downward Dog

Klangyoga eröffnet dir einen Weg, dich über die von einem Klanginstrument ausgehenden Schwingungen noch tiefer mit dir Selbst und deinem Körper zu verbinden. Die Kombination aus Asana-Praxis und den intensiven Klängen eines Gongs oder einer Klangschale ermöglicht dir, noch leichter in einen meditativen Zustand einzutauchen und ganz bewusst durch deine Yoga-Praxis zu fließen. Wie Gongs und Klangschalen beim Klangyoga genau eingesetzt werden und wie groß die Möglichkeiten und Vorteile sind, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Klangyoga?

Das Klangyoga, auch als Sound Yoga bezeichnet, verbindet Klangmeditation, Klangmassage und Yoga zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Yoga-Praxis (Asana) ermöglicht dir, das eigene Körpergefühl zu stärken, während die Klänge von Klangschale und Gong deine körperliche Hülle durchströmen und von innen heraus für Wohlbefinden und Entspannung sorgen. Beim Klangyoga ist eine tiefe Form der Meditation möglich, die Körper und Geist vereint und dir dabei hilft, neue Energie zu schöpfen.

Meditation und Klang nutzen viele Kulturen dieser Welt schon seit Jahrhunderten in Kombination, um eine noch tiefere Form der Entspannung zu erreichen. Der mächtige Klang des Gongs und die intensiven Töne der Klangschale sprechen deine Sinne nicht nur akustisch an, sondern erzeugen auch sanfte Vibrationen, die dein gesamtes Sein durchfließen. In Kombination mit einer Asana-Praxis hat dies eine noch intensivere Kraft – und nimmt Einfluss auf die gesamte Energiebewegung deines Körpers.

Traditionell wird das Klangyoga mit einem Gong durchgeführt, dessen opulente Klänge den ganzen Raum einnehmen. können. Yoga und Klangschale lassen sich ebenfalls harmonisch miteinander verbinden – gerade diese Form des Klangyoga wird heute immer beliebter und wird in vielen Yogastudios bereits angeboten.

Wie läuft eine Klangyoga Stunde ab?

Es gibt keinen festen, vorgeschriebenen Ablauf, wie eine Klangyoga-Stunde auszusehen hat. Jede:r Yogalehrer:in bringt seine eigenen Erfahrungen, Gefühle und Gedanken mit in die Stunde ein, sodass jeder Kurs zu einem einzigartigen Erlebnis wird.

  • Dennoch gibt es grobe Abläufe, die sich häufig sehr ähnlich sind.
    Einige Lehrer:innen setzen den Gong oder die Klangschale beim Yoga nur zu Anfang und Ende der Stunde ein, um einen meditativen Auftakt und Abschluss zu ermöglichen. Andere wiederum erfüllen den Raum kontinuierlich während der Yoga-Stunde mit den sanften Klängen der Klanginstrumente, um die entspannende Wirkung gezielt einzusetzen.
  • Die Asana sind meist ruhig und sehr achtsam, damit du leichter in dich hineinhorchen und deine innere Stimme hören kannst. Die Positionen werden in der Regel länger gehalten und behutsam ausgerichtet.
  • Je raumerfüllender ein Gong gespielt wird, desto intensiver kann auch die Wirkung auf deinen Körper und Geist sein.
  • Die unterschiedlichen ollihess Schlägel und Reiber ermöglichen dir, stimmige Klänge für dich – oder deine Teilnehmer:innen und das jeweilige Setting – zu erzeugen. In unserem Beitrag erfährst du mehr über die Unterschiede von Schlägeln und Reibern.

Wie intensiv du dich auf die Klänge einlässt, die dich beim Klangyoga umgeben, bleibt natürlich dir ganz allein überlassen. Du kannst Kraft aus den sanften Vibrationen ziehen, dich deiner eigenen Entspannung hingeben, dich auf deine Yoga-Haltungen konzentrieren oder einfach nur den Klängen lauschen.

Wie kann sich Klangyoga auf deinen Körper und Geist auswirken?

Klangyoga kann die Energiebewegung deines Körpers (also dein Prana) anregen und den Durchfluss der Lebensenergie so erleichtern. Prana ist ein altindisches Wort, das aus Sanskrit übersetzt für „Lebensenergie“ oder „Lebenskraft“ steht. Vor allem im Hinduismus spielt Prana eine wichtige Rolle, denn die Lebensenergie eines Menschen gilt hier als Bestandteil des unendlichen Lebens. Vielleicht hast du schon von Pranayama gehört, einer Atem-Technik, die ebenfalls den Durchfluss deines Prana erleichtern soll. Und genau hier setzt auch das Klangyoga an – denn auch die Vibrationen von Gong oder Klangschale können in Kombination mit Yoga deine Lebensenergie (Prana) aktivieren.

Zusätzlich kann sich das Yoga mit Klängen aber auch auf andere Weise auf dich, deine Sinne und dein Wohlbefinden auswirken:

  • Es kann deinen aufgestauten Stress abbauen und dir beim Entspannen helfen.
  • Es kann durch die beruhigende Wirkung deinen Blutdruck senken.
  • Das Yoga mit Gong und Klangschale kann Ängste reduzieren.
  • Klangyoga kann für ein verbessertes Wohlbefinden sorgen und dich in eine inneres Gleichgewicht bringen.
  • Die Vibrationen der Klänge beim Klangyoga können deine Sinne schärfen.
  • Es kann den Durchfluss deiner Lebensenergie (Prana) verbessern.

Wie kannst du dein eigenes Sound Yoga abwechslungsreich gestalten?

Klangyoga hält verschiedenste Facetten und Inspirationen für dich bereit. Möchtest du dich bei deiner nächsten Yoga-Stunde zusätzlich mit wunderschönen Klängen verwöhnen, überlege dir zuvor, wie du die tiefen Momente der Entspannung erreichen möchtest.

Beim Yoga mit Gong kannst du tiefe, beruhigende Klänge mit einer besonderen Intensität verspüren, die durch ihre ebenso markanten Vibrationen deinen ganzen Körper durchfließen. Der Gong gilt als das traditionellste Instrument bei der Meditation – und ist damit auch eine echte Bereicherung für deine persönliche Sound Yoga Stunde. Je nach Schlägel oder Reiber kannst du mit dem Gong auch ganze Räume akustisch füllen und so herrliche Klangbäder für dich oder auch andere Teilnehmer:innen ermöglichen, bei denen Yoga und Klang im Zentrum stehen.

Im Vergleich zum Gong präsentiert sich die Klangschale vor allem mit hellen, lebensfrohen und vitalisierenden Tönen, von denen eine geheimnisvolle Magie ausgeht. Die Klänge bereichern deine Yoga-Praxis vor allem durch ihre Sanftheit, die dich behutsam zu Meditation und Entspannung einladen.

Das Klangyoga ist eine sehr individuelle Form der Meditation und Yoga-Praxis. Ob für dich Entspannung, Klangmassage, Mediation oder Asana-Praxis im Mittelpunkt stehen, entscheidest du natürlich selbst.

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